NEW YORK MARATHON 2019

Unsere Reise zum New York Marathon 2019 startete am 31.10.2019 morgens. Zu viert von Düsseldorf. Nach einem etwa 9-stündigen Flug kamen wir am späten Nachmittag an.

Der Einlass ins Land dauerte. Zuerst zu den Automaten und dann mit einem "good guy" Ausdruck zu den Officer.

Für den Reisegrund "Marathon" gab es Respekt und ein "good luck".

Mit einem Shuttle Bus ging es in die Stadt. Wir hatten einen gebuchten "Transfer" auf den wir lange warten mussten.

 

Mein Zimmerkollege "Speedy" und ich gingen dann zu einem Irish Pub in der Nähe des Time Square. Dort entstand dieses Foto an Halloween. In Manhattan sind die Straßen vertikal und horizontal nummeriert. Unser Hotel 52nd Str/3rd Ave Midtown East und viele Sights in wenigen Kilometern erreichbar. Zimmer im 31. Stock


Am nächsten Morgen haben wir uns zum Frühstückslauf um 7 h am Columbus Circle vorm Central Park getroffen.

Das Marathonziel wurde aufgebaut und wir konnten uns die letzten Marathon Kilometer im Central Park ansehen und "testlaufen".
Vor der Manhattan Skyline gab es eine Eislaufbahn. Früh morgens war noch nicht viel los. Bis auf die vielen gut gelaunten Läufer.

Es war schön zu sehen wie der Sonnenaufgang das erste Licht auf die Skyline warf.

Allein dieser Blick war es wert schon früh zum Central Park zu gehen.


Am ersten Tag in New York ging es morgens zur Marathon Messe. Diese startete um 10 h. Wir waren um diese Zeit auch da und die Wartezeiten waren in Ordnung. Leider war der Stand des Sponsors mit dem Merchandising sehr voll. Ich hatte daher wenig Lust zu "shoppen". Es gab aber ein schönes Longshirt kostenlos. Die Shirts konnte man in den verschiedenen Größen anprobieren. Das "S" ist bei mir schon recht eng anliegend.

Nach der Marathon Messe gingen wir hip in einem Bistro in Hell's Kitchen essen.

Gesättigt eilten wir zu einer Bootstour unseres Programms. Einmal um New York Manhattan.

Sehr empfehlenswert und wir hatten fantastisches Wetter.

Im Weiteren habe ich einige Fotos der Bootstour in eine Slideshow eingefügt. Viel Spaß :-)

Am 02.11. sind wir zum OneTrade Center und zur Brooklyn Bridge. Wir sind viel gelaufen und pausierten am Nachmittag.

Abends haben wir uns nochmal zum Pasta Essen getroffen. Wir hatten für 18 h reserviert im Pasta Lovers. Alles top.

Im Gebiet Hell's Kitchen gibt es einige italienische Restaurants. Aber am Abend sehr voll.

Am 03.11. standen wir um 5 h auf und um 6 h ging es vom Hotel mit dem Bus los zum Marathonstart. Der Busfahrer hatte viel Humor und wir wurden mit Wasser versorgt. Er fragte, ob wir denn Bier für Ihn dabei hätten. Wir fuhren bei Sonnenaufgang der Brücken entlang zur Verranzo Bridge. Diese würde für den Marathon gesperrt werden. Es gab vor der Brücke viel Stau und von dort dauerte es etwas länger bis zum "Start Camp". Auf dem letzten Foto gibt es die Aussicht, die man auch als Läufer auf den ersten Kilometern hat, wenn man auf der Brücke auf der linken Seite läuft.

Auf den folgenden Bildern sind Eindrücke vom "Start Camp" zu sehen. Durch einen Sicherheitseingang ging es rein. Dort muss man schon vorher wissen was man mit reinnehmen darf. Z.B. ist nicht jeder Laufrucksack erlaubt. Also unbedingt vorher informieren ! Es gab mehrere Zonen und wir suchten uns die mit den meisten sonnigen Plätzen aus. Es war durch die lange Anfahrt fast schon 8 Uhr, aber noch über 2 Stunden bis zum Start. Wir breiteten alte mitgebrachte Matten aus und hatten alte dicke Pullover, Schals, Handschuhe und Mützen an. Es war etwa 5 Grad. Zum Frühstück hatten wir uns "Oatriegel", Bananen und Wasser mitgebracht. "Natural" Haferriegel gibt es in allen Supermärkten. Am besten die Tage vorm Marathon kaufen und testen. Es gab im Camp z.B. Kaffee und Bagelsstände. Aber für uns keine Experimente wie "Bagels" vorm Marathon. Und "Therapy Dogs" für ?...

Wir hörten bereits die ersten Kanonenschüsse für die "Wheelchair" Starter um 8:30 h.

Dann gab es noch die Schlangen an den Dixies. Immer wenn wir noch kein Bedarf hatten, haben wir uns bereits angestellt.

So verging die Zeit dann ganz gut und es kam kein Druck auf. Die erste Welle startete 9:40 h.

Die Startzeit von Speedy und mir war 10:35 h. Die Startzeit der über 4 1/2 Stunden Läufer war 11:00 h.

Bei den Startzonen "Corrals" gibt es einige die oben auf der Brücke starten. Mit "Blue" war ich oben, "Green" ist z.B. jedoch unten. Dort sieht der Start wie auf dem letzten Foto aus.

Gegen 10 h gingen wir zu unserer Startzone. Es war alles sehr gut organisisiert. Es gab häufig Durchsagen, dass die Altkleider für gute Zwecke in den Container abzugeben sind. Und dass damit sogar Einnahmen generiert werden. Also ist der Marathon eine gute Gelegenheit alte Pullis los zu werden. Ganz am Ende der Einreihung am Start gab es nochmal Dixies ohne Schlangen.

Dann gingen wir vorbei an Armeemitgliedern und es wurde patriotisch abgeklatscht. Es wurde auch getanzt und viele machten Selfies. In der Nähe des Starts an der Brücke wurde Frank Sinatra's "New York New York" gespielt und die US Flagge geschwenkt. Es war eine "Gänsehaut Atmosphäre". Anbei die Fotos oben auf der Brücke. Dann kam "unser" Kanonenschuss und es ging los ...

Der Lauf war fantastisch und über meinen Erwartungen. Die ersten 3 Kilometer ging es über die Verranzo Brücke oben mit den epischen Ausblicken. Sehr viele Läufer bleiben auf der Brücke erst mal stehen, um wieder Selfies zu machen. Nach der Brücke wurde ich in Brooklyn von der ersten Musikstation mit "no sleep til brooklyn" begrüßt. Es ging durch den schönen Stadtteil immer geradeaus. Man konnte die Straßen runterzählen und die vielen Bands genießen. Von schräg bis zum Potential die neuen Pearl Jam zu werden war alles dabei. Die Leute feierten. Nach nahezu jeder Meile gab es eine Versorgungsstation. In Verbindung mit 3 Energy Gels kam ich gut aus. Es war kein Trinkgürtel oder Laufrucksack nötig. Später reichten die Zuschauer Orangenstücke, Bananen und "Candies".

Auch Salzstangen waren eine gute Versorgung.

Nach Brooklyn kamen noch 4 Brücken. Nach der Pulaski Brücke, wo die erste Marathonhälfte geschafft war, ging es nach Queens.

Danach über die Queensboro Brücke, die nach Manhattan und auf die First Ave führt. Dann etwa 5 km Richtung Norden und über die Willis Avenue Brücke in die Bronx. Nach etwa 2 km ging es über die Madison Avenue Brücke wieder zurück nach Manhattan durch Harlem auf die 5th Avenue.

Motiviert wurden wir durch Schilder auf denen stand "... last bridge...".

Dann läuft man an der Museumsmeile New Yorks entlang des östlichen Central Park. Einige KM geht es leicht bergauf

Ein Marathon bei dem man sich Kräfte für später aufsparen muss. Meine Laufuhr hatte am Ende 246 Höhenmeter gesammelt.

Die letzten gefühlten 5 km im Central Park bis zum Ziel wurde ich vom Publikum "getrieben". Kein Gedanke mehr an Gehpausen.

Es ist am Ende hügelig und dann freut man sich auf das Ziel. Nach dem Lauf hatten ich und Speedy Nackenschmerzen. Wir hatten uns wegen den windigen Brücken für Longshirts zum Laufen entschieden.

Aber keine Halstücher dabei. Es gab kaum Wind, aber vielleicht hatten wir auch Nacken vom vielen Jubeln :-)

Ziel erreicht und Medaille empfangen. Danach ging es mehrere Kilometer im Poncho zum Columbus Circle. Bei der Marathonanmeldung war der NY Marathon Poncho die Alternative zur Kleiderbeutelausgabe. Beim sonnigen kalten Wetter war ich zufrieden den Poncho gewählt zu haben. Dadurch kamen wir auch durch den "Early Exit". Trotzdem waren es noch einige Kilometer zu gehen. Selbst zu den nächstgelegenen Hotels am Central Park.

Am nächsten Tag standen unsere Namen in der New York Times, da wir schneller als 4h:52min waren.

Mir hatte man gesagt die Grenze wäre 4h:30min. Daher habe ich mich zum Ende angestrengt und bin bei 4h:15min angekommen.

 

Und dann war noch das New York Sightseeing. Ewig in Erinnerung bleiben mir wohl "Top of the Rocks", "Manhattan Cruise", "OneTrade Center", "Central Park", "Essen in Hell's Kitchen" und die vielen schönen alten Brücken. 5 tolle intensive Tage für uns.

Das Empire State Building, Madison Square Garden (Sport, Konzerte, ...) und dazu so Vieles was wir auf diesen tollen 42 km Lauf durch die 5 Stadtviertel gesehen haben. Auf "Top of the Rocks" konnten wir sogar die ganze Strecke sehen. Siehe Panorama Foto.

Es war ein beeindruckendes Erlebnis und mir fehlen auch jetzt noch die Worte dafür. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter und ich glaube besser konnte es nicht laufen...

Text : Dirk S., Fotos : Dirk S., Falk, Sascha, Betty, 11/12 2019